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Sonntags, Punkt o9.oo Uhr ...
... an der Wasserkante der Okertalsperre.
Schien gestern noch für kurze Zeit der Vollmond überm Brocken und warf seinen hellen Lichtstrahl unter der Brücke hindurch auf die Wasseroberfläche und die 2 Funkmasten leuchteten mit ihren roten Lampen, zogen heute früh Nebelschwaden durchs Tal. Es ist kaum Wasser in der Okertalsperre. Auf der kurzen Umrundung mit dem Rad waren die Seitenarme kaum gefüllt und gaben noch mehr Baumstümpfe von früher frei, als man ohnehin schon am Ufer sieht. Damals, als das Dorf (16 Häuser waren es seinerzeit) noch hier unten lag, wo heute 2 grosse Stahlbrücken die Okertalsperre überspannen, die höchste “Gebirgsmarine” Deutschlands ihre Runden mit dem Ausflugsboot dreht (auch bei Niedrigwasser!), da klingt es wie Musik in den Ohren! Wenn man ganz früh, damit kein Auto- oder Motorrad”lärm” die Ruhe stört, also in totaler Stille hier unten am Wasser steht, dann kann man sie hören: Die Glocken der alten Kirche von Schulenberg, dem “versunkenen” Ort, der dem Bau der Talsperre zum Opfer fiel und oben auf dem Berg neu aufgebaut wurde. Man muss nur ganz genau hinhören, dann hört man sie ganz deutlich, bevor es viel zu schnell auch schon wieder vorbei ist mit dem Glockengeläut ... bis zum nächsten Sonntag muss man nun wieder warten ...
Und wenn man noch dazu “genau” hinsieht (oder die Pressluftflaschen auf den Rücken schnallt und runter taucht), dann kann man ihn auch sehen ... den alten Kirchturm vom alten Schulenberg. Denn dann ragt die Spitze gerade so aus dem Wasser heraus. Wie gesagt, nur bei so einem Niedrigwasser wie heute ... oder runtertauchen!
Ihr glaubt mir die Geschichte nicht? Na dann kommt nach Schulenberg und hört und seht selbst!
Ich geb auch gerne ein Bierchen aus, dann seht ihr morgens mit Sicherheit den Kirchturm und hört die Glocken läuten ;-))))))))
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